… schlafen im Sommer gern einige Beijinger (und auch anderswo), was bei nächtlichen Temperaturen um die 26-28°C im Juli und August auch nicht überrascht.

Denn im Freien gibt es wenigstens ab und an ein laues Lüftchen.

In China ist die Familie alles. So verwundert es auch nicht, wenn die Eltern für ihre gestressten, karrieremachenden und deshalb noch solo lebenden Kinder einen Partner suchen (allein in Beijing gibt es ca. 3 Millionen).
Die Parks in Beijing haben sich in den letzten Jahren zu beliebten Partnerbörsen entwickelt, wo die geneigten Eltern ihre Kinder anpreisen. Auf Zetteln stehen Größe, Alter, Verdienst (hier eine kritische Begutachtung der Angebote) …

und bei einigen liegen auch Fotos und Abschlusszeugnisse bei.

Man kommt ins Gespräch, tauscht dann Telefonnummern aus, arrangiert ein Treffen und hofft inständig, dass es diesmal doch klappen möge.
Ein altbewährtes Mittel der TCM gegen die typische Beijinger Sommergrippe ist der Banlangen-Tee. Dieses Mittel gibt es mindestens seit der Tang-Dynastie (618-907) und ist äußerst wirkungsvoll. Eine Packung mit 10 Beutelchen gibt es schon ab ca. 1 Euro.
Typisch für Beijing ist die Eroberung des öffentlichen Raumes, frei nach dem Motto: Erlaubt ist, was Spaß macht. So tanzen die Beijinger abends gemeinsam auf öffentlichen Plätzen, schlafen überall, machen morgens und abends gemeinsam Tai Chi, angeln

und schwimmen in den Kanälen inmitten des Zentrums,

stellen vielerorts Stühle und Grünpflanzen auf oder ringen dem Beton etwas Bauland ab für den innerstädtischen Gemüseanbau.

Sommerzeit ist Regenzeit. Wie aus dem Nichts kann es anfangen zu regnen wie aus Kübeln. Das macht nichts, haben doch die chinesischen Damen im Sommer immer einen Schirm dabei – gegen die Sonne und gegen den Regen.

Kommt man dann mit nassem Schirm in ein Bürogebäude oder ein Geschäft, kümmern sich oftmals gleich mehrere Servicekräfte um das Einpacken des tropfenden Schirms in die so genannten Schirmantitropftüten.
