Lange haben wir es vor uns hergeschoben und in Hongkong nun endlich doch probiert: ein 1000-jähriges Ei. So gut wie auf dem Bild haben wir uns danach nicht gefühlt. Der Geschmack ist leicht fischig (mit einem muffig erdigem Unterton) und die Konsistenz ist glitschig, gelartig … so, dass man sofort das Bedürfnis verspürt, mit einem großem Schluck Weißwein nachzuspülen, um das Ereignis vergessen zu machen.
1000-jährige Eier sind in den besseren Restaurants Enteneier (sonst Hühnereier), die roh in einem Gemisch aus Kalk, Asche und Salz 50-100 Tage und länger gelagert oder in Lehm eingegraben werden. Das Eiklar verfärbt sich bei diesem Fermentationsprozess braun und das Eigelb schwarz.
Wer unbedingt auch mal probieren will und nicht nach China kommen kann, dem sei dieses (nicht ganz so authentische) Rezept zum Nachmachen empfohlen. Alternativ kann man natürlich auch ein chinesisches Restaurant vor Ort besuchen.
Das laufende Jahr ist den chinesischen Sternzeichen nach das Jahr des Ochsen. Deshalb hängen Ochsenabbilder und -figuren in Geschäften, an Türen, in den Frontscheiben der Autos uvm.

WICHTIG FÜR ALLE OCHSEN: Tragt im Jahr des Ochsen unbedingt rote Unterwäsche. Das bringt Glück! (Sagt man.)

Während man in Deutschland noch über Gleichberechtigung diskutiert, ist sie in China schon längst Programm. Frauen gehen arbeiten und verdienen sogar mehr Geld als ihre männlichen Artgenossen.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist jedoch diese genderspezifische öffentliche Telefonzelle im Sommerpalast in Beijing, die in zwei Größen angeboten wird.
Vielen Dank an meine beiden Kollegen, die sich zu Demonstrationszwecken zur Verfügung gestellt haben!
ist für mich dieser VW-Käfer mit Qipao-Bemalung… Auf der Motorhaube die klassische seitliche Knöpfung und hinter der Tür der „Schlitz“
. Und das Ganze natürlich mit einem schönem Blumenmuster.
Pünktlich zur 60-Jahrfeier Chinas am 1. Oktober hatte sich die Stadt Beijing herausgeputzt. Überall gab es kunstvolle Blumenrabatten und Aufsteller – wie hier ein blumiger kampfbereiter Ochse mit einer 60 „in der Leistengegend“. Sehr eindrucksvoll.

Außerdem waren Brücken und Straßenlaternen behängt mit bunten Fahnen, roten Lampions und chinesischen Glücksknoten. Das sah eigentlich richtig schön aus, ließ es doch so manche graue Straße etwas farbiger erscheinen.

Aber – wie schon bei den Olympischen Spielen – vor der Feier ist nach der Feier und nun ist alles wieder beim Alten. Die Töpfe haben vorbeigehende Beijinger genommen, die Blumen wurden von denselben gepflückt und die Fahnen sind wieder verschwunden.