Typisch für Beijing ist die Eroberung des öffentlichen Raumes, frei nach dem Motto: Erlaubt ist, was Spaß macht. So tanzen die Beijinger abends gemeinsam auf öffentlichen Plätzen, schlafen überall, machen morgens und abends gemeinsam Tai Chi, angeln

und schwimmen in den Kanälen inmitten des Zentrums,

stellen vielerorts Stühle und Grünpflanzen auf oder ringen dem Beton etwas Bauland ab für den innerstädtischen Gemüseanbau.

Würde unsere Chinesischlehrerin wohl zu diesem Hobby sagen: das Häkeln. In der Öffentlichkeit sieht man oft Frauen sitzen, die wirklich nette Dinge häkeln.

So z. B. schicke Fahrradsitzschoner

oder dieses nette Häkelschwein, das dem Besitzer beim Autofahren beistehen soll.

… ist ein erfrischendes Bad inmitten von Peking, danach etwas zu essen, eine Zigarette und dazu ein Bier.
Die Beijinger spielen leidenschaftlich gern. Man sieht sie an „festen“ und mobilen Sitzecken chinesisches Schach oder Mahjong spielen und Pokern – in sengender Hitze

Während man in Deutschland in den Parks spazieren geht, auf Bänken sitzt und maximal mal ein bisschen joggt oder mit Kindern spielt, gibt es in vielen Parks in Beijing für jede Freizeitbeschäftigung einen eigens angelegten Bereich. Besonders schön „strolling area“. Frei nach dem Motto: „Bitte hier spazieren gehen.“