Typisch für Beijing ist die Eroberung des öffentlichen Raumes, frei nach dem Motto: Erlaubt ist, was Spaß macht. So tanzen die Beijinger abends gemeinsam auf öffentlichen Plätzen, schlafen überall, machen morgens und abends gemeinsam Tai Chi, angeln

und schwimmen in den Kanälen inmitten des Zentrums,

stellen vielerorts Stühle und Grünpflanzen auf oder ringen dem Beton etwas Bauland ab für den innerstädtischen Gemüseanbau.

Hier ist nun auch der Sommer eingekehrt, d. h. durchgängig von Ende Juni bis Ende August über 30°C (meist weit darüber), unterbrochen durch kurze zum Teil sehr starke Regenschauer.
Bei diesen Temperaturen wundert es auch nicht, wenn die eh ohne Frischwasser auskommenden Kanäle Pekings ins gesundheitlich bedenklich Grüne kippen.

Was allerdings wundert, dass das manche Angler nicht von ihrem geliebten Hobby abhält.

Sommerzeit ist Grillenzeit und nun haben letzte Woche endlich wieder die Grillen und Zikaden angefangen, laut zu zirpsen (Hier könnt ihr selbst hören). Grillen spielen als „Haustiere“ in China vor allem bei den Männern eine wichtige Rolle. Sie werden wegen ihres schönen „Gesangs“ und vor allem auch zum Kämpfen gehalten. Für den Tiertransport eignen sich die kleinen Rattankörbe

oder die Plastikboxen, in denen es dann einige Tiere auch schaffen zu überwintern – transportiert und schön warm gehalten in der inneren Jackentasche ihres Besitzers.

PS: Man muss wissen, dass Grillen nur ca. 100 Tage alt werden und dann im Herbst sterben. Der Stolz eines jeden Grillenhalters ist es daher, wenn das Tier den Winter übersteht. Der Kerl in der Plastikbox – Tier eines stolzen Taxifahrers – war weit über 6 Monate alt.
weiblicher Pappeln und Weiden ist nur eine der Maßnahmen, die das Beijinger Büro für Landschaft und Forst ergreift, um der Fusselsamen von 1,3 Millionen Bäumen Herr zu werden.
Dieser Mann jedoch streicht weiter an seinem Hocker – völlig unbeeindruckt von den fliegenden Wollmäusen.
Bäumen wird in China viel Kraft zugesprochen. Deshalb sieht man in vielen Parks Menschen, die Bäume umarmen, die etwas in die Baumkronen schreien, Menschen, die sich an Bäumen reiben,
