… schlafen im Sommer gern einige Beijinger (und auch anderswo), was bei nächtlichen Temperaturen um die 26-28°C im Juli und August auch nicht überrascht.

Denn im Freien gibt es wenigstens ab und an ein laues Lüftchen.

In China ist die Familie alles. So verwundert es auch nicht, wenn die Eltern für ihre gestressten, karrieremachenden und deshalb noch solo lebenden Kinder einen Partner suchen (allein in Beijing gibt es ca. 3 Millionen).
Die Parks in Beijing haben sich in den letzten Jahren zu beliebten Partnerbörsen entwickelt, wo die geneigten Eltern ihre Kinder anpreisen. Auf Zetteln stehen Größe, Alter, Verdienst (hier eine kritische Begutachtung der Angebote) …

und bei einigen liegen auch Fotos und Abschlusszeugnisse bei.

Man kommt ins Gespräch, tauscht dann Telefonnummern aus, arrangiert ein Treffen und hofft inständig, dass es diesmal doch klappen möge.
Typisch für Beijing ist die Eroberung des öffentlichen Raumes, frei nach dem Motto: Erlaubt ist, was Spaß macht. So tanzen die Beijinger abends gemeinsam auf öffentlichen Plätzen, schlafen überall, machen morgens und abends gemeinsam Tai Chi, angeln

und schwimmen in den Kanälen inmitten des Zentrums,

stellen vielerorts Stühle und Grünpflanzen auf oder ringen dem Beton etwas Bauland ab für den innerstädtischen Gemüseanbau.

Der Auszeichnung zum Mitarbeiter des Monates in Deutschland entspricht in China etwa der Auszeichnung zum Modellarbeiter (nur hat dieser noch einen sozialistischen Hintergrund und wird nicht monatlich ernannt).
In sengender Hitze am Straßenrand stehend mussten sich die Kandidaten einer bekannten Beijinger Supermarktkette dafür die Vorträge ihrer Vorgesetzten anhören – neugierig beäugt und fotografiert von vorbeilaufenden Konsumenten.
… und das Explodierenlassen jeglicher Automobile natürlich auch. Für diese Verbote wurden im Botschaftsviertel extra reguläre Verkehrsschilder überklebt.
